Freitag, 5. Mai 2017

Rezension: Little Bee

Little Bee
von Chris Cleave
Roman
ISBN: 978-3-423-21406-3

Worum es geht: 
Manchmal wünscht sie sich, sie wäre eine englische Pfundmünze: dann würde sich nämlich jeder freuen, sie zu sehen. Little Bee ist 16 Jahre alt und stammt aus Afrika. In ihrer Heimat ist ihr Schreckliches zugestoßen, und seit zwei Jahren lebt sie in einem englischen Abschiebelager für Asylbewerber. Trotz allem ist sie ein Mensch voll Lebensfreude, Witz und Intelligenz. In England kennt sie außerhalb des Lagers nur zwei Menschen: Vor Jahren hat sie in Nigeria das Ehepaar Sarah und Andrew, die im englischen Kingston-upon-Thames ein privilegiertes Leben führen, kennengelernt. Ein furchtbares gemeinsames Erlebnis hat eine tragische Verbindung zwischen ihnen geschaffen. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie bei Sarah und Andrew an. Ein Anruf, der unvorhersehbare Folgen hat: Einige Tage später bringt sich Andrew um. Und kurz darauf steht Little Bee vor Sarahs Tür ...

Mein Eindruck: 
Bereits vor einigen Jahren hatte ich mich an diesem Buch versucht, es nach ein paar Seiten aber abgebrochen. Jetzt allerdings habe ich es in einem Rutsch verschlungen! Die ersten Zeilen waren vielleicht beim ersten Versuch zu verworren für mich, so dass es mir schwer viel mich auf die Protagonistin "Little Bee" einzulassen. Aber dranbleiben lohnt sich wirklich! 
Obwohl dieses Buch nicht als Kriminalroman oder gar Thriller gehandelt wird, bietet es durchaus Spannung. Die Ereignisse von vor ein zwei Jahren holen die beiden Frauen wieder ein. Sie stehen die Situationen gemeinsam durch und freunden sich dabei auf sehr authentische Art und Weise an. Sie brauchen sich gegenseitig! Und obwohl beide Frauenfiguren aus so unterschiedlichen Lebenswelten stammen, können sie sich diese Hilfe bieten - zumindest bis zu einer gewissen Grenze. Und dies versteht der Autor sehr gut darzustellen. 
"Little Bee" ist in meinen Augen ein sehr gelungener Roman, der es vermag dramatische Ereignisse und Freundschaft gefühlvoll miteinander zu verknüpfen. Mir sind sämtliche Figuren des Romans sehr ans Herz gewachsen. 

Mein Fazit:
Ein lesenswerter Roman rund um eine wunderbare Frauenfreundschaft, der viel Spannung und Erstaunen beim Leser hervorruft. Viel Tiefe, bzw. Fachwissen zum Thema "Flüchtlingssituation" oder gar "Afrika" bietet dieser Roman jedoch nicht und bietet sich daher eher als "Einstieg" in diese Themen. 

1 Kommentar:

  1. Hy!

    Das Buch steht schon lange auf meiner Wunschliste. Muss ich mir unbedingt mal holen. Eine sehr schöne Rezi hast du geschrieben.

    lg backmausi81

    AntwortenLöschen