Sonntag, 19. März 2017

Rezension: Das Jahr in dem ich dich traf

Das Jahr in dem ich dich traf
von Cecilia Ahern
Roman
ISBN: 978-3-8105-0153-0

Worum es geht: 
Jasmine liebt ihre Schwester und ihre Arbeit. Als sie für ein ganzes Jahr freigestellt wird, weiß sie überhaupt nicht mehr, was sie tun soll – und wer sie eigentlich ist.
Matt braucht seine Familie und den Alkohol. Ohne sie steht er vor dem Abgrund.
Jasmine und Matt sind Nachbarn, doch sie haben noch nie miteinander gesprochen. Da Jasmine so viel freie Zeit zu Hause hat, beginnt sie, Matt zu beobachten. Sie macht sich ihre Gedanken über ihn und fängt in ihrem Kopf Gespräche mit ihm an. Nur in echt will sie mit diesem Kerl nichts zu tun haben – dafür hat sie ihre eigenen, guten Gründe. 
Doch dann beginnt ein Jahr voll heller Mondnächte, langer Gartentage und berührender Überraschungen – ein Jahr, das alles verändert.


Mein Eindruck: 
Der Garten und der Jahresverlauf stehen in diesem Buch als großes Symbol. Sie stehen jeweils für Veränderung, Beständigkeit etc. Auch die Gartenarbeit an sich steht oft für das Gefühlsleben der Protagonistin Jasmine. Symbole und Zeichen in Büchern finde ich generell schön und helfen das Buch zu interpretieren. Jedoch ist "Das Jahr in dem ich dich traf" so symbolträchtig, dass es mich persönlich genervt hat. Es wirkt als wollte die Autorin zu 150% sicher gehen, dass der Leser die Symbolik versteht! Ja, der Leser versteht die Symbole, auch wenn es weniger wären. 
Ansonsten plätschert auch die Geschichte, die eigentlich viel Potenzial hat, leider nur vor sich hin. Meines Erachtens passiert einfach viel zu wenig, dafür dass Jasmine vorher so voller Ideen für Projekte etc. war. Auch, dass Jasmine ihre Schwester Heather absolut nicht loslassen kann und dafür ihre weitere Karriere auf so (dämliche) Art aufs Spiel setzt, hat mir absolut nicht gefallen. An dieser Stelle hätte ich das Buch fast abgebrochen. 
Die ersehnte Liebesgeschichte geschieht auf einigen wenigen Seiten und ganz nebenbei. (Achtung Spoiler: Plötzlich sind sie ein Paar und das Buch ist zu Ende.)
Ebenfalls ein Wehrmutstropfen: das Buch ist in einer Form geschrieben, die ich eigentlich sehr ansprechend finde. Jasmine erzählt ihre Geschichte für ihren Nachbarn, spricht also häufig mit dem "Du". Die Sätze fangen zum Beispiel an mit "Du kamst um die Ecke..." oder so ähnlich. Doch nur eine halbe Seite später wird die selbe Person, also die "Du-Person" zum "Sie". WARUM? Hat dieses Buch niemand zur Korrektur gelesen? Solche Fehler dürfen meines Erachtens einfach nicht passieren und verhindern den ohnehin geringen Lesespaß noch mehr!

Mein Fazit:
Leider ist "Das Jahr in dem ich dich traf" nicht empfehlenswert. Sehr gut gefallen hatte mir "PS Ich liebe dich", ebenfalls von Cecilia Ahern. Wie ein solcher (Qualitäts-)Unterschied bei der gleichen Autorin zustande kommt, ist mir ein Rätsel. 

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