Samstag, 15. Oktober 2016

Hörbuch-Rezension: Amokspiel

Amokspiel
von Sebastian Fitzek
gelesen von Simon Jäger

ISBN-10: 3785733798

Worum es geht:

Die Kriminalpsychologin Ira steht kurz vor ihrem Selbstmord. Doch dann wird sie zu einem Geiseldrama in einen Radiosender gerufen: Ein Psychopath ruft bei laufender Sendung wahllos Menschen an. Melden die sich nicht mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel erschossen. Der Mann fordert, dass seine Verlobte ins Studio kommt. Doch die ist tot. Ira beginnt eine Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören ...

Mein Eindruck:
Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass ich bei Büchern von Fitzek immer ein wenig hin und her gerissen bin. Seine Bücher erscheinen mir oft als "zu sehr gewollt". Immer muss etwas noch merkwürdiger, noch spannender, noch dramatischer sein, als in der Szene zuvor. 
Die Lösung des Falls hab ich mir zwischendurch schon immer mal wieder gedacht, daher war es trotz des vielen Hin und Hers des Autors für mich keine großartige Überraschung mehr. 
In der Story von "Amokspiel" gibt es relativ viel Aciton, Ira landet bei der Mafia etc. etc. Das war mir alles ein wenig zu aufgebauscht. Dennoch, als Film könnte ich mir dies gut vorstellen - mit diesen vibrierenden Lautsprechern im Kino und vielleicht auch geschickt in 3D... 

Der Leser Simon Jäger liest meines Erachtens sehr geschickt und ich konnte mich gut in die Figur von Ira hineindenken. Die Spannung der Stimme zu lauschen ließ bei mir nicht nach und ich konnte auch während der Autofahrt sehr gut lauschen. 

Mein Fazit:
Wer generell gerne Hörbüchern lauscht, die spannend gestaltet sind und wo sich die Stimme des Lesers nicht irgendwann "abnutzt", der ist mit diesem Hörbuch gut beraten. (Soweit ich weiß gibt es mittleriweile eine andere Hörbuch-Fassung mit mehreren Sprechern, dazu habe ich jedoch leider keinen Vergleich.)
Allerdings bleibt dennoch der Wehrmutstropfen, dass alles sehr konstruiert erscheint bestehen. 

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