Dienstag, 18. Oktober 2016

Rezension: SMS für dich

SMS für dich
von Sofie Cramer
ISBN: 3499290200

Worum es geht: 
Nach einem heftigen Streit verschwindet Claras Freund ohne ein Wort. Kurz darauf erfährt sie, dass Ben auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Dabei hatte er ihr erst vor wenigen Wochen einen Heiratsantrag gemacht! Clara ist am Boden zerstört. Wie soll sie allein weiterleben? Erst als sie vor Sehnsucht beginnt, Ben täglich eine SMS zu schreiben, findet sie allmählich wieder Halt. 
Was Clara nicht weiß: Bens Nummer wurde inzwischen neu vergeben. Die Nachrichten landen bei Sven, und sie berühren den jungen Journalisten so sehr, dass er sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Absenderin macht 


Warum dieses Buch in meine Hände fiel:
"SMS für dich" fiel mir ehrlich gesagt durch die Vorschau auf die Verfilmung auf. Und das Buch wollte ich unbedingt lesen, bevor ich den Film gucke. Die Vorschau ist so viel versprechend.

Mein Eindruck:
So vielversprechend wie in meinen Augen die Vorschau auf die Verfilmung mit Caroline Herfurth und Co in meinen Augen ist - so enttäuscht hat mich dieses Buch. In meinen Augen verschenkt die Autorin sehr viel Tiefgang und die Figuren bleiben oberflächlich. Zudem hat mich gestört, dass die Phase der Trauer von Clara zu sehr ausgeschmückt wird, ohne dass mich dies in irgendeiner Art und Weise wirklich berühren konnte.
Der Wechsel der Perspektiven rettet in meinen Augen leider ebenfalls nichts am Spannungsaufbau. Normalerweise gefällt mir der Wechsel der Perspektive immer äußerst gut, hier war er größtenteils nichts sagend. Zu wenig gingen die Figuren in die Tiefe.
Das Positive an diesem Buch? Es liest sich sehr rasch weg und musste daher nicht "abgebrochen" werden. Es ist eben mal so eine seichte und oberflächliche Geschichte für zwischendurch.

Mein Fazit:
Wer mit diesem Buch seine Vorfreude auf den Film steigern möchte, sollte in meinen Augen die Finger davon lassen. Die Figuren werden meines Erachtens auch im Verlauf der Geschichte nicht richtig lebendig.

Samstag, 15. Oktober 2016

Hörbuch-Rezension: Amokspiel

Amokspiel
von Sebastian Fitzek
gelesen von Simon Jäger

ISBN-10: 3785733798

Worum es geht:

Die Kriminalpsychologin Ira steht kurz vor ihrem Selbstmord. Doch dann wird sie zu einem Geiseldrama in einen Radiosender gerufen: Ein Psychopath ruft bei laufender Sendung wahllos Menschen an. Melden die sich nicht mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel erschossen. Der Mann fordert, dass seine Verlobte ins Studio kommt. Doch die ist tot. Ira beginnt eine Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören ...

Mein Eindruck:
Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass ich bei Büchern von Fitzek immer ein wenig hin und her gerissen bin. Seine Bücher erscheinen mir oft als "zu sehr gewollt". Immer muss etwas noch merkwürdiger, noch spannender, noch dramatischer sein, als in der Szene zuvor. 
Die Lösung des Falls hab ich mir zwischendurch schon immer mal wieder gedacht, daher war es trotz des vielen Hin und Hers des Autors für mich keine großartige Überraschung mehr. 
In der Story von "Amokspiel" gibt es relativ viel Aciton, Ira landet bei der Mafia etc. etc. Das war mir alles ein wenig zu aufgebauscht. Dennoch, als Film könnte ich mir dies gut vorstellen - mit diesen vibrierenden Lautsprechern im Kino und vielleicht auch geschickt in 3D... 

Der Leser Simon Jäger liest meines Erachtens sehr geschickt und ich konnte mich gut in die Figur von Ira hineindenken. Die Spannung der Stimme zu lauschen ließ bei mir nicht nach und ich konnte auch während der Autofahrt sehr gut lauschen. 

Mein Fazit:
Wer generell gerne Hörbüchern lauscht, die spannend gestaltet sind und wo sich die Stimme des Lesers nicht irgendwann "abnutzt", der ist mit diesem Hörbuch gut beraten. (Soweit ich weiß gibt es mittleriweile eine andere Hörbuch-Fassung mit mehreren Sprechern, dazu habe ich jedoch leider keinen Vergleich.)
Allerdings bleibt dennoch der Wehrmutstropfen, dass alles sehr konstruiert erscheint bestehen.