Freitag, 8. Juli 2016

Verfilmt: Ein ganzes halbes Jahr



Ein ganzes halbes Jahr

Die Vorlage für diesen wunderbaren Film (und so viel sei verraten: meinen Freund hat dieser Film im Kino ebenso berührt wie mich), stammt aus dem gleichnamigen Buch der Autorin Jojo Moyes. Die Rezension zu dem Buch findet ihr hier.

Der Besuch dieses Films im Kino war für mich im Prinzip eine Pflicht, da mich das Buch bereits vor einiger Zeit sehr in seinen Bann gezogen hat und mir tief unter die Haut ging - und ich sollte auch beim Film nicht enttäuscht werden.
Die Verteilung der Rollen gab mir jedoch bereits bei der ersten Sichtung der Vorschau leichte Bedenken: Louisa wird durch Emilia Clarke gespielt, die zwar optisch wunderbar in meine Vorstellung passt, jedoch sehr viel mit ihrer Mimik spielt. Bereits bei der Vorschau kam mir dies übertrieben vor und auch beim Film an sich störte mich dies zum Teil. Dieser Wehrmutstropfen ist aber in den Schlüsselszenen des Films direkt ganz tief im Hinterkopf verschwunden und ich war wieder ganz in die Geschichte getaucht - unbedingt an die Taschentücher denken.
Sam Claflin, der die Rolle von William übernimmt, wirkt hingegen im Gesicht ein wenig zu starr, zu wenig lässt sich an seinem Gesicht für mich als Zuschauerin ablesen. Hier hätten die beiden Darsteller der Hauptrollen ruhig ein wenig von sich lernen können.
Die Rollen der Eltern von William sind in meinen Augen durch Janet McTeer und Charles Dance in meinen Augen absolut perfekt besetzt. Eine andere Besetzung hätte ich mir hier nicht vorstellen können. Sie passen einfach wunderbar in ihre teilweise "gefühlskalten" Rollen und natürlich in die wunderbare Kulisse.
Die Schlussszene wurde ebenfalls sehr gut umgesetzt, auch hier wurde viel Liebe ins Detail gesteckt, ich habe nichts vermisst. Zu viel möchte ich hierüber aber dennoch nicht verraten, sollte es noch Leser geben, die weder Buch noch Film bislang kennen.

Trotz der kleinen Kritikpunkte über die mimische Leistung der beiden Hauptdarsteller ist "Ein ganzes halbes Jahr" in meinen Augen eine absolut gelungene Verfilmung und auf jeden Fall den Besuch des Kinos wert - aber wie gesagt, denkt an die Taschentücher.

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