Freitag, 15. Juli 2016

Rezension: Verliebt in Mr. Daniels

Verliebt in Mr. Daniels
von Brittainy C. Cherry 
Roman
ISBN: 978-3-8025-9918-7


Worum es geht: 
Unsere Liebe verboten zu nennen ist einfach. Einfacher, als zu erkennen, dass wir vom ersten Moment an Seelenverwandte waren. Ich denke, wir sind beides: verbotene Seelenverwandte. Ich hatte nicht vor, mich in ihn zu verlieben, als ich nach Wisconsin kam. Ich hatte weder geplant, in Joes Bar zu stolpern, noch mich Hals über Kopf in Daniels Musik zu verlieren. Ich hatte ja keine Ahnung, dass allein seine Stimme all meine Sorgen wenigstens für einen kurzen Moment vertreiben könnte. Ich wusste nicht, dass sich so das Glück anfühlt. Unsere Liebe war mehr als nur Leidenschaft. Es ging um Familie. Um Verlust. Um das Gefühl, wieder lebendig zu sein. Unsere Liebe war verrückt und schmerzhaft. Sie bestand aus Lachen und Weinen. Sie war wie wir. Und allein deshalb werde ich es niemals bereuen, dass ich mich in meinen Lehrer Mr Daniels verliebt habe!

Mein Eindruck:
Das Buch "Verliebt in Mr. Daniels" steckt vom Anfang bis zum Ende im Drama. Die Figur Ashlyn verliert ihre Zwillingsschwester, die Mutter muss eine Entziehungskur machen und Ashlyn dadurch zu ihrem (ihr fast unbekannten) leiblichem Vater ziehen... Die Figur Mr. Daniels steckt ebenfalls voller Tiefschläge. Wem dies nicht eine Schippe zuviel Drama in einer Geschichte ist, der kann sich, meiner Meinung nach, hier auf eine wunderbare Liebesgeschichte einlassen. Besonders gefallen hat mir, dass die beiden Hauptfiguren wenigstens ihr Kennenlernen ohne viel Drama überstanden haben und es quasi "nebenher" passierte - so wie es im realen Leben eben oft passiert. Die Beziehung der beiden gestaltet sich durch diverse Komplikationen mit vielen Gefühlen: Freude, Glück, Trauer und auch Komik. Das ist okay und stellenweise sehr berührend.
Dennoch muss ich einige Kritikpunkte nennen. Das Buch verliert sich in meinen Augen in zu vielen "Nebengeschichten". Natürlich spielen all diese Ereignisse eine Rolle im Leben der Figuren, das ist mir durch aus bewusst. In meinen Augen verliert aber der "Hauptstrang" der Story an Raum. Ashlyn lernt ihre neue Familie kennen und zum Teil lieben, aber auch dies verläuft nicht ohne Drama - in meinen Augen einfach ein wenig zu viel Drama. Die "Aufgabenliste" der Zwillingsschwester verliert der Leser völlig aus den Augen, da sie absolut nebensächlich wird - dabei hat doch damit alles so schön angefangen. Ich persönlich hätte gerne die komplette Liste der Schwester gesehen.
Worüber ich außerdem nur den Kopf schütteln kann - die Sexszenen der beiden Hauptfiguren erschließen sich mir nicht ganz. Die kommen mir ein wenig zu "gewollt", zu zwanghaft. Hier hat das Buch seine "Unschuldigkeit" zu sehr verlieren wollen und sich damit phasenweise in eine Reihe der Bücher begeben, die ich gar nicht erst im Buchhandel in die Hand nehme, da sie mich null interessieren, geschweige denn als Leserin "antörnen".
Mein letzter Kritikpunkt: das Ende - nach so viel Drama hätte ich einfach ein anderes erwartet.
Insgesamt betrachtet habe ich das Buch, trotz Kritik in guter Erinnerung und mir gefielen viele Details der Autorin. Ich mag, dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist und dass sich Shakespeare durch das gesamte Buch zieht. Wer dadurch über die Kritikpunkte hinweg schauen kann, der wird dieses Buch genießen können.

Leseempfehlung!



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