Montag, 9. Mai 2016

Montagsfrage: Zu welchem Buch hast du deine erste Rezension verfasst?

Eine kleine Ewigkeit ist es nun schon her, dass ich an der Montagsfrage, die beim buchfresserchen statt findet, teilgenommen habe. Heute ist aber die Frage so spannend, dass ich keinen Schritt daran vorbei machen konnte:

Zu welchem Buch hast du deine erste Rezension verfasst?
 
Meine ganz allererste Rezension zur Schulzeit war tatsächlich von dem Buch "Rennschwein Rudi Rüssel". Dieses Buch sollte im Prinzip der Beginn meiner Bücherliebe sein. Mein damaliger Deutschlehrer war einfach Weltklasse!
 
Das erste Buch, dass ich auf diesem blog kommentiert habe ist "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes. Beim Schreiben selbst dachte ich noch: Ob ein einfacher Roman den Beginn des Blogs spiegeln soll? Ich lese doch viel lieber Krimis?! - Dieser Gedanke hat sich nicht bewahrheitet. Denn mittlerweile ist mein Lesegeschmack definitiv sehr offen für alle Genres.
 
Wusstet ihr, dass "Ein ganzes halbes Jahr" bald im Kino läuft? Schaut her:
 
 


Mittwoch, 4. Mai 2016

Abbruch: Alles ist erleuchtet

Alles ist erleuchtet
von Jonathan Safran Foer
Roman
ISBN: 978-3-596-15628-3

Worum es geht:
Ein junger Amerikaner reist durch die Ukraine. Lebt sie noch, die Frau, die seinem jüdischen Großvater während der Nazizeit das Leben gerettet hat? In einem klapprigen alten Auto macht er sich auf die Suche nach einer gespenstigen Vergangenheit. Zusammen mit einem alten Ukrainer und dessen Enkel Alex, der ein herrliches verballhorntes Englisch spricht. Und dann ist da noch die Promenadenmischung Davis jr.jr.

Warum es zu (m)einem Lese-Abbruch kam:
Der Roman "Alles ist erleuchtet" hat schon einige Jahre auf meinem SuB verbracht, weil ich ihn mir für eine entspannte Zeit "aufgespart" hatte. Ich wollte dieses Buch genießen und nicht im hektischen Alltag nebenher lesen. Vom Roman "Extrem laut und unglaublich nah" war ich schließlich sehr angetan - es stellte sich heraus, dass das Leseerlebnis von "Alles ist erleuchtet" für mich ein vollkommen anderes sein sollte.
Der Autor lässt die Geschichte durch verschiedene Perspektiven erzählen und eine davon war schon nach wenigen Seiten nur noch anstrengend für mich. Alex erzählt einige Passagen in gebrochenem Englisch - für ein paar Sätze ist dies bestimmt eine Abwechslung und kann erheitern, hier war es mir eindeutig zu viel. Ich war schlichtweg genervt, auf Grund eines beabsichtigen Sprachfehlers des Erzählers permanent aus dem Lesefluss gerissen zu werden.  Außerdem werden die Namen der Figuren ständig wiederholt, weil Alex betont, dass er seine Spitznamen nicht mag. Dies führt zu unglaublich langen und unnötigen Bandwurm-Passagen.
Ein weiterer Minuspunkt war in meinen Augen, dass sich der Autor Foer von dem Erzähler Alex selbst einen "Helden" nennen lässt. Für manche scheint dies ein amüsanter Punkt zu sein, hat mich aber auf Grund der Häufigkeit ziemlich irritiert. (Was wollte uns der Autor damit beweisen?)
Ein weiterer Minuspunkt ist meiner Ansicht nach, dass es einen Erzählstrang gibt, der die Geschichte eines jüdischen Dorfes beschreibt - viel zu langatmig und undurchsichtig. Auch das Lesen dieser Passagen hat mir keinerlei Freude bereitet und ich konnte mir nicht vorstellen dieses Buch mit Lesefreude zu beenden.

In meinen Augen wurde die Idee dieser Geschichte durch die Art und Weise des Erzählens veralbert und als nicht lesenswert vergeudet.

Diese Meinung ist Teil der #GoldenBacklist-Aktion 2016