Mittwoch, 6. April 2016

Rezension: Kiellinie

Kiellinie
Krimi
ISBN: 978-3-426-51401-6
von Angelika Svensson

Worum es geht:
Kurz vor Beginn der Kieler Woche finden zwei Segler
die Leiche einer jungen Frau an der Kieler Förde. Es
handelt sich um die Tochter des ehemaligen Liebhabers
von Kriminalhauptkommissarin Lisa Sanders. Erschwert
werden Lisas Ermittlungen in diesem Mordfall durch die Zusammenarbeit mit dem arroganten Oberstaatsanwalt Dr. Thomas Freiherr von Fehrbach, den selbst ein dunkles Geheimnis zu umgeben scheint ...


Mein Eindruck:
Der erste Band einer Reihe rund um die Ermittlerin Lisa Sanders konnte mich (fast) komplett überzeugen. Die verschiedenen Figuren (und das sind einige), sind trotz der "Erstvorstellung" in diesem Band durchaus authentisch und handeln jeder für sich schlüssig. Die Kommissarin Lisa Sanders war mir dabei nicht immer sympathisch - aber genau dies macht ihren Charakter so interessant und vielseitig. Die absolute Lieblingsfigur in diesem Buch war für mich der Staatsanwalt Fehrbach und als Leserin durfte ich schnell entdecken, dass unter seiner glatten und teilweise schroffen Fassade einfach ein "toller Kerl" steckt. Insgesamt begeisterten mich die Figuren so sehr, dass ich das Buch fast wie eine "Daily-Soap" verschlungen habe.
Der Fall hat mich von Anfang an gefesselt, da diverse Spuren gestreut und verfolgt wurden. Jedoch war die Auflösung, bzw. der Verlauf der Ermittlungen nicht spektakulär oder (übertrieben) aufgebauscht - ein weiterer Pluspunkt für das Buch.
Bei aller Begeisterung gibt es jedoch einen Haken. Die Figuren des Buches führen oft schwierige Gespräche miteinander oder erleben heikle Situationen im Team. Hier erweckt die Autorin  Angelika Svensson den Anschein, als habe sie Furcht davor die Situation zu lösen, in dem die Beteiligten eine Situation ausdiskutieren. Ständig klingelt ein Handy genau im falschen Moment oder es kommt ständig jemand im ungünstigsten Moment in den Raum.!Mir ist bei dieser Art von Kritik bewusst, dass dies zum Teil ein Stilmittel ist, um die Vermutungen und Neugier der Leser zu steigern. Jedoch hat mich dieser Stil der Autorin zum Teil schon gestört und die Häufigkeit dieser "Lösungen schwieriger Stellen" erschien mir all zu oft.
Insgesamt kann ich dieses Buch jedoch absolut als "einfachen Happen zwischendurch" empfehlen.
(In der nächsten Woche gibt es die Rezension von Band 2 "Kielgang" - ihr dürft gespannt sein)

Leseempfehlung!

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