Mittwoch, 23. März 2016

Rezension: Der Engel von Nr. 33

Der Engel von Nummer 33
Roman
von Polly Williams

Worum es geht:
"Bin ich tot? Ich fühl‘ mich gar nicht tot!"
Noch während ihrer eigenen Beerdigung kann Sophie nicht glauben, dass sie wirklich gestorben ist. Sie kann doch die Menschen nicht allein lassen, die sie liebt! Ihren Mann Ollie, der vollkommen verloren ist ohne seine lebenstüchtige Frau. Ihren kleinen Sohn Freddie. Und ihre beste Freundin Jenny. Sophie weiß, sie muss noch ein paar Dinge klären, bevor sie wirklich Abschied nehmen kann ...

Mein Eindruck:
"Der Engel von Nummer 33" besticht mit einer gewissen Leichtigkeit, ohne dabei an Geschmacklosigkeit zu verlieren, wenn es um so ernste Themen wie den Tod, Trauer und Verlust geht, (wie ich es bei sonstiger klar deklarierter "Frauenliteratur" oder sogenannten witzigen Büchern beobachten konnte.) Die Protagonistin Sophie wird auf äußerst unschöne Art und Weise plötzlich aus dem Leben gerissen und plötzlich kann sie nicht mehr in das Leben aller Anderen eingreifen. Dies war an mancher Stelle für mich als Leserin herrlich amüsant und dann wieder sehr emotional und traurig. Plötzlich ist keine Zeit mehr gewisse Umstände zu erklären, plötzlich ist keine Zeit mehr, um Fehler wieder gut zu machen - das begreift Sophie, aber auch die beste Freundin, die plötzlich ohne Sophie nicht mehr so recht weiter weiß.
Die Figuren sind meiner Ansicht nach ziemlich gelungen, wenn auch einige Vorurteile (z.B. das der lüsternen Single-Mom, die sich sofort auf den Witwer stürzt) bedient werden. Vor allem in die Figur der trauernden Freundin Jenny konnte ich mich gut hinein fühlen und so manchen Gedankengang verstehen. Sie war mir äußerst sympathisch und ich habe sie gerne begleitet. Freddie blieb mir dagegen etwas zu schwammig, er rückte kaum ins Rampenlicht der Geschichte, in meinen Augen verschenktes Potenzial.
Das Buch "Der Engel von Nummer 33" ist insgesamt eine unterhaltsame Kost für "zwischendurch". Für mich ideal zwischen den allzu ernsten Krimis und Thrillern etwas zum Aufheitern. Daher vergebe ich eine:
Leseempfehlung

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