Mittwoch, 16. März 2016

Hörbuch-Rezension: Eines Tages, Baby

Eines Tages, Baby
von Julia Engelmann
Poetry Slam
gelesen von der Autorin

Worum es geht:
»Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.« Julia Engelmanns Slam »One Day« hat über Nacht eine Welle der Begeisterung ausgelöst und Millionen Fans im Netz gefunden. Ihre Message, Träume endlich in die Tat umzusetzen, trifft den Nerv der Zeit. Denn in jedem von uns steckt so viel mehr! Mal zart, mal kraftvoll und immer berührend, ruft Julia Engelmann dazu auf, mutig zu sein, das Glück zu suchen und das Leben zu leben, bevor es zu spät ist: »Los!, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen!«

Mein Eindruck:
Um es gleich zu Beginn zu sagen - für die Texte von Julia Engelmann musste ich als Hörerin in der richtigen Stimmung sein. Der erste Versuch dieses Hörbuch während einer stressigen Autofahrt zu hören ging schief und ich konnte mich auf die Texte über Träume und die Ziele im Leben (junger) Menschen nicht gut einlassen. Dies gelang mir wesentlich besser mit einer Tasse Tee und eingekuschelt auf dem heimischen Sofa.
Julia Engelmann spricht in ihren Texten, die für Poetry Slams entstanden sind, hauptsächlich vom Mut die (eigenen) Träume aus zu probieren und zu leben. Sie hat aber selbst auch den Mut davon zu sprechen, was denn so in einem vor geht, wenn man noch gar nicht genau weiß, wovon man eigentlich träumt und somit noch gar nicht weiß, woraus die eigenen Träume gestrickt sind. Sie spricht die Orientierungslosigkeit einer Generation an, die doch eigentlich alles werden könnte, was sie wollte. Und das ist ihr durch aus sehr gelungen!
Das einzige Manko für mich ist an diesen Texten, dass ich Mühe hatte ihre Vertonung der Sätze und der einzelnen Stücke ebenso toll zu finden, wie die Texte selbst. Über manche Betonungsmelodie bin ich gestolpert, bzw. empfand diese als zu deutlich hervorgehoben - zu viel des guten Willens. Wen dies aber nicht stört, der macht mit der Vertonung der Slam-Texte nichts verkehrt, auch wenn der Hörer vorher noch keine Slam-Texte kannte. Außerdem ist dies eine gute Motivation, sich selbst mal wieder an den Schreibtisch zu setzen und selbst texte zu verfassen - zum Beispiel darüber, welches Ziel für den großen Lebenstraum als nächstes verfolgt werden soll.

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