Sonntag, 21. Februar 2016

Rezension: Totenmaske

Totenmaske
von Helene Henke
Krimi
ISBN: 978-3-426-22632-2

Worum es geht:
Die 21-jährige Zoe versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Nach dem Tod ihres Großvaters übernimmt sie das traditionelle Familienunternehmen. Respektvoll bereitet sie die Verstorbenen für ihre »letzte Reise« vor und macht sich schnell einen Namen als jüngste Bestatterin Deutschlands. Die Bewohner des kleinen Dorfs im Hunsrück stempeln die ungewöhnliche junge Frau jedoch schnell als Sonderling ab. Als eines Tages Boris und seine zwei Freunde auf ihrem Behandlungstisch landen, findet sich Zoe rasch im Kreis der Verdächtigen wieder – hatte doch einer der jungen Männer Zoe vor ein paar Jahren fast vergewaltigt. Das BKA ermittelt. Die Stimmung im Dorf gleicht einem Hexenkessel, als Zoe plötzlich spurlos verschwindet.

Mein Eindruck:
Die Autorin Helene Henke vermittelt durch ihre bildhaften Schilderungen eine ziemlich unheimliche Stimmung. Sehr detaillierte Beschreibungen aus dem Tätigkeitsfeld einer Bestatterin umrahmten die ohnehin starke Persönlichkeit der Protagonistin Zoe. Zwar taucht in der Geschichte auch noch ein ermittelnder Polizist auf, aber Zoe ist als Persönlichkeit so stark und authentisch, dass die klassischen Figuren aus Kriminalromanen hier nicht fehlen. In meinen Augen ist es eher ein Pluspunkt, dass es in diesem Buch kein klassisches "Ermittlerduo" gibt. Die Interaktionen zwischen Zoe und dem Polizisten waren für mich ebenfalls sehr lesenswert und boten in meinen Augen einiges an Abwechslung, doch zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Das Buch "Totenmaske" hat mich durch und durch gefesselt, auch wenn die eigentliche Ermittlung erst recht spät in den Mittelpunkt des Buches rückte. Der Leser hat einige Zeit, um Zoe und ein paar weitere Figuren näher kennen zu lernen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Autorin das Verhältnis zwischen Zoe und ihrer Mutter mindestens genauso authentisch umschreibt, wie den Umgang Zoes mit den Leichen im Keller des Hauses und dem Tod an sich.
Das Buch ließ sich sehr leicht lesen, hat ein tolles Cover und eine schöne Verarbeitung und bot natürlich einiges an Spannung (es ist gleich in die krimisüchtigen Hände meiner weiteren Verwandtschaft gewandert und dort ebenfalls für sehr spannend befunden worden.)

Mit viel Vorfreude erwarte ich die nächste Gelegenheit, um mir den zweiten Band "Menschenfischer" zu kaufen.

Ich vergebe an das Buch "Totenmaske" eine:
Absolute Leseempfehlung an jeden Krimifan.


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