Mittwoch, 20. Januar 2016

Rezension: Fingerhut Sommer

Fingerhut-Sommer
(der 5. Band der Reihe rund um Peter Grant)
von Ben Aaronovitch
Roman


Worum es geht:
Peter wird in die tiefste Provinz geschickt, wo sich Fuchs, Hase und der Dorfpolizist gute Nacht sagen und wo - oh unaussprechliches Schicksal - die Läden um vier Uhr nachmittags schließen. Aber es werden zwei Kinder vermisst, und ihr Verschwinden erfolgte unter möglicherweise magischen Umständen. Also muss Peter notgedrungen sein angestammtes Biotop verlassen. Im ländlichen England sind die örtlichen Gottheiten und Kollegen zu zähmen und angesichts lebender Kühe die Nerven zu behalten. Erschwerend kommt hinzu, dass Herefordshire direkt an das schon immer für seine magische Geschichte berüchtigte Wales angrenzt. Da ist das Gesetzeshüterdasein kein Zuckerschlecken.

Mein Eindruck:
Da dies bereits der 5. Band der Reihe rund um den Constable Peter Grant ist, würde ich dieses Buch niemandem empfehlen, der nicht die Vorgänger kennt. In "Fingerhut-Sommer" wird zwar (in meinen Augen zu wenig) auf die vorhergehenden Geschehnisse eingegangen, aber vom Leser wird erwartet, bestimmte Figuren anhand der Namen direkt mit den Besonderheiten zu verknüpfen. Dies fällt natürlich neuen Lesern der Reihe eher schwer.
"Fingerhut-Sommer" hat mir leider nicht so grandios gut gefallen, wie die anderen Bände der Reihe (ist aber insgesamt durchaus lesenswert!). Für mich waren ca. die ersten 100 Seiten ziemlich schleppend zu lesen. Klar, es ist eine schwierige Situation, wenn Mädchen vermisst werden, aber... da hätte definitiv mehr Spannung herrschen können und nicht nur Erläuterungen, wie schleppend alles voran geht... Die ersten Seiten waren ziemlich langatmig. Ein deutlicher Minuspunkt in meinen Augen, da ansonsten die gesamte Reihe als besonders gelungen heraussticht.
Auch im fünften Band gelang es dem Autor Ben Aaronovitch den besonderen Humor von Peter, die Schönheit von Beverly und auch sämtliche andere Merkmale der Figuren sehr authentisch an mich heran zu tragen. Generell gefällt mir, wie viel Zeit Peter mit Beverly verbringt (an dieser Stelle sei verraten, dass mir der Handlungsstrang rund um die Ereignisse mit Lesly deutlich zu kurz kommt). Mir gefällt, dass es neue Figuren gibt, mit denen Peter in Kontakt treten muss, denn dadurch ergeben sich natürlich viele weitere Handlungsmöglichkeiten für die Folgebände. Besonders gefallen hat mir die Figur von Melissa, auch wenn sie eher wenig Raum einnimmt. Sie hat etwas geheimnisvolles.
Insgesamt vergebe ich an das Buch eine:

Leseempfehlung!

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