Mittwoch, 28. Oktober 2015

Rezension: 30 Tage und ein ganzes Leben

30 Tage und ein ganzes Lebenvon Ashley Ream
Roman
ISBN 978-3-442-74611-8

Worum es geht:
Clementine beschließt zu sterben. In 30 Tagen will die erfolgreiche Malerin, die für ihre Kunst ebenso bekannt ist wie für ihre Scharfzüngigkeit, ihrem Leben ein Ende setzen. Nachdem die Antidepressiva im WC entsorgt worden sind, bleibt ihr noch genau ein Monat, um das eigene Ableben zu organisieren. Schließlich will Clementine kein Chaos hinterlassen: ein letztes großes Bild malen, sich mit dem Ex aussprechen und ein neues Zuhause für den Kater finden. Ihre letzten Tage will sie genau so verbringen, wie sie es will –- und nicht wie andere es von ihr erwarten. Doch dabei stößt Clementine auf ungeahnte Hindernisse –- und nach 30 Tagen ist nichts mehr so, wie es vorher war...…

Mein Eindruck:
Als erstes möchte ich an dieser Stelle ein ganz dickes Lob für die tolle Gestaltung des Buches aussprechen - alleine deswegen war es ein super schönes Leseerlebnis. Ganz hinten im Buch finden sich 30 Aufgaben für den Leser, um schöne Dinge im eigenen Leben zu erleben. Herrlich.

Inhaltlich hat mir das Buch ebenfalls sehr gefallen. Clementine hat meines Erachtens die emotionale Achterbahnfahrt, die manisch depressive Menschen tagtäglich durchleben, genau auf den Punkt gebracht. Dabei ist sie mir als Leser natürlich nicht immer sympathisch, wirkt aber stets authentisch und selbst in ihren depressiven Phasen hochgradig lebendig und "echt". Sie hat mich wirklich mit hinein gezogen in ihr chaotisches Leben. Sie hat mich Wut, Verzweiflung und Tatendrang hautnah miterleben lassen. Innerhalb dieser 30 Tage bis zu ihrem geplanten Suizid geschehen einige unerwartete Dinge, die mich als Leser an dieses Buch fesselten. Die weiteren Figuren des Romans wirken ebenfalls sehr authentisch und handeln nachvollziehbar. (Über diese Figuren kann ich aber an dieser Stelle nicht so viel schreiben, da ich sonst bereits zu viel verraten würde.)
Die Geschichte dieses Buches wurde durch die Autorin Ashley Ream so bewegend geschrieben, dass ich noch viele Tage nach Beendigung immer wieder an dieses Buch denken musste und viel mit meinen Freunden diskutiert habe. Es regt definitiv zum Nachdenken über Themen wie Depressionen und Freitod an.
Insgesamt vergebe ich diesem Buch eine:
Absolute Leseempfehlung!

Rezensions-Spenden-Aktion 2015: 36€

Kommentare:

  1. Das Buch klingt wirklich gut! Ich mag es, wenn solche Bücher einen auch nachhaltig beschäftigen :)

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    1. Hallo Meiky,
      das Buch ist wirklich einfach nur zu empfehlen. Die Nebenfiguren sind auch so liebenswürdig in ihrer Persönlichkeit. *hach* ;)

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  2. Huhu Natalie,

    das Buch klingt wirklich richtig gut! Bei mir liegt es schon seid einer Weile auf dem SuB, aber ich scheine einfach nicht dazu zu kommen. Jetzt ist es auf jeden Fall wieder etwas höher gerutscht! =) Ich habe schon oft Bücher mit dieser Thematik gelesen oder Filme dazu geschaut, mal ist es besser umgesetzt und mal weniger. Weil ich eben jetzt schon ein paar Sachen zu dieser Thematik vor die Nase gesetzt bekommen habe, bin ich besonders kritisch geworden, aber so wie du das beschreibst habe ich gute Hoffnung. =) Wirklich eine wundervolle Rezi! ♥

    Liebe Grüße
    Leni =)

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