Samstag, 31. Oktober 2015

Hörbuch-Rezension: Wolfsfährte

Wolfsfährte von Craig Russel
Hörbuch
gelesen von David Nathan

Worum es geht:
Mysteriöse Verbrechen beunruhigen die Hamburger Bevölkerung, und nur eines scheint die Opfer miteinander zu verbinden: Bei allen finden sich Hinweise darauf, dass der Täter sich gezielt an den Märchen der Gebrüder Grimm orientiert. Hauptkommissar Jan Fabel versucht verzweifelt, hinter das Motiv des Täters zu kommen. Zeitgleich sorgt ein Buch für Furore, in dem der Autor die Behauptung aufstellt, einer der Gebrüder Grimm sei ein Serienmörder gewesen, der nach Motiven der von ihm und seinem Bruder gesammelten Märchen Gewaltverbrechen begangen habe. Konfrontiert mit realen Verbrechen, zugleich aber auch überzeugt von der Kraft der Mythen und Märchen, müssen Jan Fabel und sein Team nach allen Regeln der Kriminalistik vorgehen, um dem raffinierten Täter das Handwerk zu legen.

Mein Eindruck:
In dem Buch "Wolfsfährte" werden ab und an die Perspektiven gewechselt, so dass zwischen grausamen Monologen des Täters und den aktuellen Geschehnissen rund um Fabels Team "gesprungen" wird. Genau dies macht für mich das Hörerlebnis aus: einerseits die "Nachvollziehbarkeit" für die Taten, ja fast schon Mitleid und andererseits das Grauen, dass die Opfer, die Familien der Opfer und natürlich auch das Ermittlungsteam durchstehen müssen.
Besonders gelungen ist es dem Autor Craig Russell meines Erachtens, die verschiedenen Arten zu trauern und die verschiedenen Herkunftsfamilien der Opfer darzustellen. Dies verleiht dem Thriller den notwendigen Bezug zur Realität, um so authentisch zu wirken, dass sich der Leser die Morde und sonstigen Geschehnisse sehr lebhaft vorstellen kann.
Die Leserstimme von David Nathan hat mich vom ersten Augenblick an überzeugt. Er liest flüssig und verleiht dem Thriller die notwendige Ruhe, um wirken zu können, ohne dabei an Spannung zu verlieren oder gar Langeweile aufkommen zu lassen.
Insgesamt vergebe ich:
Absolute Hörempfehlung!

Rezensions-Spenden-Aktion 2015: 38€

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