Dienstag, 15. September 2015

Rezension: Die Ankunft

Die Ankunft
von Ally Condie
Jugendroman
ISBN: 978-3-8414-2151-7

Worum es geht:
Wenn jemand stirbt, den du liebst – würdest du den retten, der ihn getötet hat?
Stell dir vor, du konntest fliehen – vor dem System, das dir befohlen hat, wie du leben und wen du lieben sollst. Unter Lebensgefahr hast du deine Liebe wiedergefunden – eine Liebe, die das System töten wollte.
Jetzt willst du das System besiegen, doch dafür musst du zurück. Zurück in dein altes Leben. Zurück zu einem Geheimnis, das tief in dir verborgen ist.
Es wird alles verändern.
Dein Leben.
Deine Liebe.
 
Mein Eindruck:
"Die Ankunft" ist der dritte und letzte Band der Geschichte von Cassia und Ky. Und wer meine Rezensionen der Vorgänger gelesen hat, der weiß, dass ich mit dem zweiten Teil "Die Flucht" im Gegensatz zum ersten Band "Die Auswahl" ganz schön kämpfen musste. Wie hat mir also der Abschlussband gefallen? Ich muss gestehen, sämtliche Vorurteile haben sich in dieser Trilogie bewahrheitet: ein spannender erster Band wird von einem schwächeren zweiten Band abgelöst und nur die Leser, die noch durchhalten werden mit einem spannenden dritten Band, dem Abschluss, belohnt.
Da Jugendliche im Alter von ca. 14 - 17 Jahren die eigentliche Zielgruppe sind, ist natürlich einiges an Handlungen für mich vorhersehbar. Das stört aber nicht - in diesem Buch wird nämlich nicht nur aus der Sicht von Kassia bzw. Ky berichtet. Auch Xander kommt ausführlich zu Wort. Das gefällt mir sehr. Allerdings hat mir hier gefehlt, dass er wenigstens einmal aktiv versucht Cassia für sich zu gewinnen. Xander liebt Cassia sehr, bedauert, dass diese einen anderen liebt und arbeitet ansonsten viel und unerschöpflich als Arzt. Er gibt dem Leser zu den Geschehnissen in der Gesellschaft, bzw. in der Erhebung ausreichend Hinweise zur Auflösung. Ganz anders Cassia. Sie tappt im Dunkeln und zwischendurch hatte ich den Eindruck, dass sie gar nicht mehr mit der Erhebung zusammen arbeitet, geschweige denn überhaupt noch etwas mit ihr zu tun haben will - sie schreibt Gedichte und betätigt sich im Verlaufe des Buches als Ausstellerin von Kunst.
Der Erzählstrang von Ky kommt in meinen Augen etwas kurz. Hier hätte ich mir mehr Einblicke in sein Inneres gewünscht, während er krank da liegt...
Insgesamt besteht dieses Buch aber aus viel mehr Geschehnissen und hat mich daher wieder mehr in den Bann gezogen, als der Vorgänger. Es passiert einfach mehr und auch andere Figuren erwachen zum Leben, die mir vor allem im zweiten Band zu kurz gekommen waren.
Dadurch vergebe ich eine:
Leseempfehlung!
 
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen