Samstag, 8. August 2015

Rezension: Du gehörst mir

Du gehörst mir von Annemarie Schoenle
Thriller
ISBN: eBook 978-3-95520-773-1

Worum es geht:
Das Paradies auf Erden hatte Wolf ihr versprochen.
Das sichere Gefühl der Geborgenheit, er hatte es ihr mit dem Eheversprechen gegeben. Doch nun hat er es ihr genommen.
Schlimmer noch: Melanies Beschützer ist zum Verfolger, zu ihrem schlimmsten Albtraum geworden.
Seine brennende Eifersucht treibt ihn immer weiter an. Auf Schritt und Tritt folgt er ihr,
beobachtet sie, überwacht sie – ja, er jagt sie. Sie muss raus aus dieser Falle, sie braucht einen Plan.
Doch schafft sie es, den Mann zu täuschen, der sie besser kennt als jeder andere?

Mein Eindruck:
Mit dieser Rezension habe ich mich ganz lange ganz schwer getan, wie ihr sicherlich schon gemerkt habt. Dieses Buch hat mich abschnittsweise ganz gut unterhalten, es war schnell weggelesen und lag ja auch schon eine Ewigkeit auf meinem SuB. Das heißt durch das Lesen dieses Buches bin ich endlich eine SuB-Leiche losgeworden und ja - so leid es mir tut, im Endeffekt hätte es auch genau das bleiben können. Eine ewige SuB-Leiche also.
Bücher beim Lesen abzubrechen kommt für mich nur äußerst selten in Frage und einen positiven Teil hatte dieses Buch ja auch: die Story wird aus zwei Perspektiven erzählt. Wolf erzählt von sich, seiner Vergangenheit und seiner aktuellen Gefühlslage. Dadurch wird das Thema der Eifersucht spannend näher gebracht und für mich eher nachvollziehbar. Natürlich ist Wolf keine sympathische Figur, aber immerhin lebendig und glaubenswürdig (mal von ein paar Szenen abgesehen, in denen er von seiner Kindheit berichtet).
Aus der zweiten Perspektive erzählt natürlich Melanie und durch diese Seiten musste ich mich richtig quälen. Sie wurde für mich beim Lesen nicht lebendig, blieb platt und einfach nur unglaublich naiv. So naiv zum Teil, dass ich mich richtig über sie und ihr Verhalten in der Geschichte geärgert habe. Auch wie im Endeffekt ihr grandioser Plan verläuft, um aus den Fängen von Wolf zu gelangen, hat mich nicht sehr überrascht und war leicht zu durchschauen.
Außerdem habe ich nicht ganz verstanden, warum so ausführlich darüber berichtet werden muss, dass Melanies Vater ein Aktions-Künstler ist, der sich intensiv mit dem Thema Krieg auseinander setzt. Hier verliert hier die Autorin scheinbar das eigentliche Thema des Buches aus den Augen. Ein paar Kürzungen hätten gut getan.
Insgesamt blieb das Buch trotz der unterschiedlichen Perspektiven und dem großartigen Thema der krankhaften Eifersucht für mich als Leserin sehr platt und damit nicht lesenswert.

Keine Leseempfehlung

Rezensions-Spenden-Aktion 2015: 26€

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