Samstag, 22. August 2015

Abbruch: Mit Kanu, Kind und Karibu

Mit Kanu, Kind und Karibu
von Dorian Amos
Erfahrungsbericht
ISBN: 978-3-492-95729-8

Worum es geht:
Warum nur davon träumen? – fragen sich Dorian Amos und seine Frau Bridget. Das junge Paar, er Comic-Zeichner, sie Krankenschwester, lässt Job und Alltag in England hinter sich, um in Kanadas Wildnis ein neues Leben zu beginnen. Schnell finden sie in der Nähe der alten Goldschlägerstadt Dawson am Yukon den idealen Platz für ein eigenes Blockhaus, doch dann beginnen die Schwierigkeiten für die beiden ahnungslosen Aussteiger: mangelndes Glück beim Angeln, gefährliche Flussüberquerungen bei eisigen Temperaturen, bedrohliche Begegnungen mit Grizzlybären und nicht zuletzt die Herausforderung ein Blockhaus zu bauen. Dennoch das Fazit der beiden: ein Leben im Rhythmus der Jahreszeiten, mit der Freude an den einfachen Dingen, inmitten der unbeschreiblichen Natur, ist genau das Leben, nach dem sie gesucht hatten.

Warum es zu (m)einem Lese-Abbruch kam:
Zu erst möchte ich betonen, dass ich wirklichen Respekt vor dem Autor und seiner Frau habe, ein solches Abenteuer auf sich zu nehmen, den Traum zu leben und das gewohnte Leben komplett aufzugeben. An mancher Stelle wurde ich vielleicht auch ein bisl neidisch, weil ich selbst so viel Mut dann doch nicht aufbringe.
Insgesamt kam es dennoch zu einem Lese-Abbruch. Anfangs war mir die Erzählweise des Autors und die Art und Weise, wie an das Abenteuer in der Wildnis zu leben herangegangen wurde, durchaus sympathisch. Doch nach einigen Seiten hat mich die Naivität gestört - oft habe ich den Kopf geschüttelt und mir gedacht: "Wie kann man nur so unwissend an dieses Abenteuer herangehen?" und diese Empfindung störte mich schließlich sehr. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass verschleiert wurde, wie viel Arbeit und Energie das neue Leben der beiden benötigt.
Weiterhin hat mich gestört, dass der Autor quasi ohne Punkt und Komma schreibt. Genauer gesagt: dieses Buch weist keine Kapitel, geschweige denn einen für mich sinnvollen Aufbau auf. Für mich persönlich ist dies ein großer Störfaktor. Und führte schließlich zu einem Abbruch.

Insgesamt kann ich daher keine Leseempfehlung vergeben.
(Abbruch auf S. 70)

Kommentare:

  1. Hört sich super an. Auch "ein Blockhaus zu bauen" - sind selber gerade am Hausbau :D Ohne viel Werkzeug, wie auch unserem Wasserstrahlschneider, wären wir aber aufgeschmissen :D Lg

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    1. Das glaube ich dir gerne - während meiner Jugend habe ich auch in einem Blockhaus gewohnt. Allerdings wurde das durch eine Firma hochgezogen und mit dem entsprechendem Werkzeug. ;)

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