Samstag, 4. Juli 2015

Rezension: Das also ist mein Leben

Das also ist mein Leben
von Stephen Chbosky
Roman
ISBN: 978-3-453-26751-0

Worum es geht:
Charlie ist sechzehn, er ist in seinem ersten Jahr in der Highschool und hat die Probleme, die man in diesem Alter so hat: mit Mädchen, mit der Schule, mit sich selbst. Zumindest scheint es so zu sein. Doch in den Briefen, die er an einen unbekannten »Freund« schreibt, wird deutlich, dass Charlie eine ganz besondere Sicht auf die Welt hat: Er beobachtet die Menschen um sich herum, fragt sich, ob sie ihr Leben so leben, wie sie es möchten, und versucht verzweifelt, seine eigene Rolle in all dem, was wir Leben nennen, zu begreifen.

Mein Eindruck:
Der Einstieg in dieses Buch fiel mir äußerst schwer, da ich mich zu sehr auf den Trailer zur Verfilmung eingeschossen hatte. Der Trailer verströmt in meinen Augen das pure Leben, die reine Lebensfreude. (In der Verfilmung spielt Emma Watson mit...) Außerdem fiel mir der Einstieg durch den melancholischen Schreibstil des Protagonisten (er schreibt Briefe über seine Erlebnisse) schwer. Der Grund für die Niedergeschlagenheit und das ständige Geweine wird aber erst sehr weit am Ende des Buches aufgeklärt. An dieser Stelle wundert mich, dass Charlie wg. seiner ständigen Tränen nie auf Unverständnis oder Ähnliches gestoßen ist. Ständig hatten die Figuren um ihn herum Geduld mit ihm.
In den ersten Briefen passiert erst einmal gar nicht so viel, außer, dass Charlie eben auf eine neue Schule geht. Hier lernt er neue Leute kennen und lieben. Da diese Personen etwas älter sind, als er selbst, dreht sich eine recht lange Phase in dem Buch (also viele Briefe), um Partys und Drogen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass Charlies Welt aus nichts anderem mehr besteht - doch der Rausch kam meines Erachtens nicht aus dem Buch empor und hat mich emotional als Leserin nicht erreicht, obwohl ja das Buch durch den Stil mit den Briefen im "ICH" bleibt. Die Figuren bleiben eher blass und werden mir nicht lange in Erinnerung bleiben.
Ja, mir ist bewusst, dass dieses Buch ein Jugendroman ist und daher die Sprache eher einfach gehalten wird. Doch insgesamt gefällt mir der Stil nicht und ich wurde (hatte ich etwa zu hohe Erwartungen) etwas enttäuscht.
Bedingte Leseempfehlung

Rezensions-Spenden-Aktion 2015: 24€

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