Sonntag, 19. April 2015

Rezension: Der Club der Traumtänzer

Der Club der Traumtänzer
von Andreas Izquiero
ISBN: 978-3-8321-8824-5

Worum es geht: 
Gabor Schöning sieht gut aus, ist erfolgreich, und die Frauen liegen ihm zu Füßen: Die Welt ist für ihn wie ein großer Süßwarenladen. Außerdem ist Gabor ein Mistkerl. Er schreckt vor nichts zurück, um seine Ziele zu erreichen. Doch dann fährt er mit dem Auto die Direktorin einer Sonderschule an. Und die kennt sich mit Schwererziehbaren wie ihm bestens aus. Als Wiedergutmachung soll Gabor fünf Sonderschülern Tango beibringen. Das Problem ist nur, dass alle Schüler einen IQ unter 85 und eigentlich keinen Bock auf Tanzen haben. Die Sache gerät außer Kontrolle: Die Kids stellen sein Leben auf den Kopf, sein ärgster Konkurrent wittert die große Chance, ihn aus der Firma zu drängen, und zu allem Überfluss verliebt er sich in eine Frau, die ihm nicht gleich zu Füßen liegt.
Als eines der Tangokids schwer erkrankt, setzt Gabor alles auf eine Karte – er wird diesen Jungen retten, egal, was er dabei aufs Spiel setzt.


Mein Eindruck:
Endlich, endlich, endlich wieder ein sehr schönes Buch in diesem Jahr! Der Sprachstil ist elegant und einfach zu gleich. Der Autor hat es direkt geschafft mich in den Bann zu ziehen, mit einem leicht ironischen Unterton, den zumindest ich vernommen habe. Dadurch werden aber die Szenen, in denen es um traumatisierte Jugendliche oder andere schwere Schicksalsschläge nicht herunter gespielt - keine Sorge. In meinen Augen kommt dadurch die Tragik in den einzelnen Geschichten noch mehr zur Geltung. Manches Mal konnte ich laut auflachen - viele Szenen kommen mir durch meinen Beruf selbst vertraut vor. Und manches Mal ist die Welt in dem Buch "Der Club der Traumtänzer" so traurig, dass ich Tränen in den Augen hatte. Meine Lieblingsfigur ist übrigens die Direktorin der Förderschule, da ich sie mir wunderbar lebendig vorstellen konnte, aber dies gelingt dem Autor generell sehr gut. Vielleicht mag ich auch einfach verschrobene Figuren ganz besonders.
Jeder, wirklich jeder (!) der im sozialen Bereich tätig ist, oder der Verwandte, Freunde oder Bekannte mit solchen Berufen hat, sollte dieses Buch lesen. Und natürlich alle Menschen, die humorvolle Bücher, die zugleich traurig sind mögen! Dieses Buch wird nicht nur einmal von mir weiterverschenkt. Und dies wird nicht das letzte Buch von Andreas Izquiero sein, das ich lese.
Absolute Leseempfehlung!

 Rezensions-Spenden-Aktion 2015: 14€

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