Donnerstag, 12. Februar 2015

Rezension: Passagier 23

Passagier 23
von Sebastian Fitzek
Thriller
ISBN: 978-3-426-19919-0

Worum es geht:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Mein Eindruck:
Dieses Buch ist für mich ein absoluter Hingucker: dunkle Farben, das Bullauge und im Hintergrund das tosende Meer, das auch nach der Abnahme des Schutzumschlages das Buch ziert. Ein typischer Cover-Kauf, denn Fitzek-Bücher hab ich mir bisher eher ausgeliehen oder als Hörbuch gehört...
Ich sag es ganz zu Anfang - dieses Buch hat mich enttäuscht und somit die Welle der guten Bücher, auf der ich geschwommen bin, deutlich unterbrochen.Und dies wird sicherlich keine Rezension, die das Buch lobt. Aber wozu den Autoren immer Honig um den Mund schmieren. Dieses Buch hat mir nicht gefallen und ich sag euch auch warum:
Die Story fängt spannend an und für mich sind Schiffe ein toller Ort, um spannende und geheimnisvolle Plots zu schreiben. Die ersten Seiten lasen sich für mich in einem völligen Rausch - bis die Figuren immer blasser wurden und es dennoch schafften sämtliche Klischees zu erfüllen. Jede Handlung, jede Situation, jeder Charakterzug wurde überzogen.
Bei der Struktur und dem Aufbau der Geschichte (viel Effekthascherei) musste ich an einen Film denken, den ich vor langer Zeit mal gesehen habe und dessen Titel mir nicht mal mehr einfällt - aus einem einfachen Grund: er war billig produziert und wirkte wie ein Wochenendprojekt von 14-jährigen Schülern. So ging es mir mit "Passagier 23" ebenfalls. Dieses Buch ist stiltechnisch eine billige Produktion und wirkt nicht zu Ende gedacht. Musste dieses Buchprojekt zu schnell beendet werden? Ich weiß es nicht. Warum auch immer dieses Buch nicht durchdacht wirkt - das ist sehr schade! Die Story hätte viel mehr hergeben können.
Keine Kaufempfehlung meinerseits, es sei denn ihr wollt ein schönes Cover im Regal stehen haben!

Rezensions-Spenden-Aktion 2015: 6€

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