Freitag, 30. Januar 2015

Rezension: Die Frauen, die er kannte

Die Frauen, die er kannte
von Hjorth und Rosenfeldt
Krimi
ISBN: 386252020X


Worum es geht: 
 Aufgepasst, dies ist bereits der zweite Band der Reihe um den Psychologen Sebastian Bergmann. 

Wieder wurde in Stockholm eine Frau ermordet, es ist bereits das dritte Opfer. Auch sie trug ein hellblaues Nachthemd, wurde brutal vergewaltigt, ihre Kehle aufgeschlitzt. Kommissar Höglund und seine Kollegen stehen unter großem Druck, denn die Abstände zwischen den Taten werden kürzer. Und die Handschrift deutet auf einen berüchtigten Serienmörder: Edward Hinde, manipulativ, grausam, hochintelligent. Doch Hinde sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt.
Höglund bleibt nichts anderes übrig, als jenen Mann ins Team zu holen, der Hinde einst hinter Gitter brachte – Kriminalpsychologe Sebastian Bergman. Für den Kommissar und sein Team ist der arrogante Einzelgänger eine Zumutung, für Bergman wird der Fall zum Albtraum: Denn der Name des vierten Opfers ist ihm nicht unbekannt  ...


Mein Eindruck: 
Der Leser darf sich durch die Erzähltechnik von Hjorth und Rosenfeldt nicht abschrecken lassen, da jede erdenkliche Situation bis ins kleinste Detail beschrieben wird. Wer diese Bücher lesen möchte, der muss sich darüber bewusst sein. Für mich liegt jedoch seit dem ersten Band der Reihe "Der Mann der kein Mörder war" genau hier der Reiz. Die Bücher von dem Autorenduo sind für mich fast wie TV gucken. Ich kann und ich soll wirklich jedes Detail wahrnehmen, nichts wird ausgelassen. 
Ebenso wenig darf man sich als Leser nicht davon abschrecken lassen, dass die Figuren nicht unbedingt sympathisch sind. Vor allem Sebastian Bergmann ist genau genommen jämmerlich. (Für mich persönlich jedoch wieder ein Reiz gerade deswegen dieses Buch zu lesen, denn: wer will permanent "Superhelden" vor der Nase haben, die noch dazu gut aussehen, viel Geld haben, intelligent und sympathisch sind?)
Betrachtet man jedoch nur die Story, könnte das Buch halb so dick sein. Es ist kein Wunderwerk dieses Buch. Ich wurde nicht vor lauter Spannung gefoltert. Dieses Buch betrachte ich, trotz der ausladenden Seitenanzahl (ca. 750 Seiten) als Snack zwischendurch, wenn ich etwas leichtes möchte. Hier kann ich immer wieder einsteigen, mal ein paar Seiten und mal am Stück ganz viel lesen. Ein Snack den ich genießen kann. 
Gut gefallen hat mir am zweiten Band der Reihe, dass von Vanja mehr erzählt wird und Billy aktiver an der Geschichte teilnimmt. Billy ist eine angenehme Figur in diesem Buch. Außerdem tauchen Figuren auf, die aus dem Vorgängerband schon bekannt waren - das heißt auch für so manche Nebenperson endete die Geschichte nicht mit dem ersten Band. Das gefällt mir sehr gut. 
Zusammenfassend gesagt: ein dicker Wälzer, der dennoch eher etwas für zwischendurch ist. Wer hier einen besonders geschickt angelegten Krimi sucht, wird ihn nicht finden. Da es an Spannung und anderen besonderen Reizen bei diesem Buch nicht fehlt, gibt es von mir die Bewertung:
Leseempfehlung!

Rezensions-Spenden-Aktion 2015: 4€

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