Freitag, 19. Dezember 2014

Rezension: die Edelstein-Trilogie

Rubinrot
Saphirblau
Smaragdgrün
von Kerstin Gier


Um Spoiler zu vermeiden, für Menschen, die diese Reihe tatsächlich noch nicht kennen, werde ich nur zum Inhalt des ersten Buches etwas schreiben.

Worum es geht:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Mein Eindruck:
Dieses Buch ist durch einen besonderen Umstand in meine Hände gelangt: es wurde während meiner Hospitation an einer Schule in der Mädchenlernklasse gemeinsam gelesen. Leider waren die Beteiligten schon mittendrin und ich musste mir den Anfang zusammen reimen. So nahm ich mir vor, dieses Buch irgendwann bei Gelegenheit mal selbst zu lesen...
Der erste Band "Rubinrot" hat mich direkt gefesselt. Ich konnte mich sofort in Gwendolyn hineinversetzen, verstrickte mich in ihre Abenteuer. Ich verschlang dieses Buch regelrecht. Einen Wehrmutstropfen gab es dann erst, als ich merkte dieses Buch hört nicht halbwegs geschlossen auf, sondern mitten in der Story.
"Saphirblau" knüpft direkt da an, wo der erste Band endete und konnte mich ebenfalls wieder fesseln. Besonders spannend und gut gelungen finde ich die Begegnung mit dem kleinen Wasserspeier. Etwas zu aufgebauscht jedoch ist in meinen Augen die Liebesgeschichte, aber das ist im Hinblick darauf, dass es sich um einen Jugendroman handelt durchaus ok.
"Smaragdgrün" konnte mich leider nicht mehr so fesseln wie die Vorgänger. Es gibt ein ziemliches Hin-und Her in den Gedanken Gwendolyns, die mich dieses Mal nicht mitgenommen haben, sondern mir alle schon aus den ersten beiden Bänden bekannt vorkamen. Kerstin Gier hat in dem dritten Band ihre Personen nicht mehr so lebendig darstellen können wie in den beiden anderen - das ist sehr schade. Dieser Reihe hätte etwas Kürze gut getan, denn dann hätte ich auch im dritten Band noch das Gefühl gehabt wieder regelrecht in die Welt von Gwendolyn entführt zu werden. Stattdessen wird auf einer kuriosen Geburtstagsparty unversehens doch noch auf das Innenleben der sonst so unsympathischen Charlotte eingegangen.

Insgesamt:
Die Edelstein-Trilogie lässt sich, machen wir uns nichts vor, einfach so weglesen. Die Bücher sind nicht so dick, wie sie auf den ersten Blick wirken. Die Aufmachung ist hübsch und aufwendig, der Inhalt jedoch eher seicht und schnell gelesen. Insgesamt lässt die Reihe meiner Meinung nach an inhaltlicher Qualität nach, wen das nicht stört, der macht mit dieser Unterhaltungslektüre sicher nichts falsch.
(Bedingte) Leseempfehlung!

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