Dienstag, 30. Dezember 2014

Rezension: Das Blubbern von Glück

Das Blubbern von Glück
von Barry Jonsberg
Jugendbuch
ISBN: 3570162869

Worum es geht:
Hier kommt Candice Phee! 12 Jahre alt, wunderbar ehrlich und ein bisschen ... anders. Und auch wenn viele sie nicht auf Anhieb verstehen – Candice hat ein riesiges Herz. Sie ist entschlossen, die Welt glücklich zu machen. Nur leider ist das gar nicht so einfach ...

Mein Eindruck:
Dieses Buch ist einfach herrlich und ich bin froh, dass es den Weg durch lovelybooks zu mir gefunden hat. Vielen Herzlichen Dank an dieser Stelle!
Candice ist eine Romanfigur, die es sofort geschafft hat mich in ihre Welt zu ziehen. Hier geht es aber entgegen des fröhlich (und leicht naiv) anmutenden Covers nicht fröhlich und schon gar nicht naiv zu. Die Mutter ist depressiv, die Fronten zwischen dem Vater und ihrem Onkel verhärtet, der Alltag an der Schule sowieso nicht so leicht. Diese schmerzenden Themen wie Trauer, Wut, Hoffnungslosigkeit und Tod sind im Buch einfach und klar beschrieben, eben aus der Welt einer 12-jährigen. Dieses Buch zu lesen hat mich unglaublich berührt, mich und meine Ansicht der Dinge an mancher Stelle in Frage gestellt und mich trotzdem nicht als leere, hoffnungslose Hülle zurück gelassen. Denn dieses Buch kann eines sehr gut: Hoffnung und den Hauch von Glück schüren.
Ich werde dieses Buch einige Male verschenken, an Menschen in meinem Umfeld, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, die von der Gesellschaft als "anders" dargestellt werden, aber auch (und vor allem) an Menschen, die dies eben nicht tun. Das Buch stellt eins klar heraus: jeder kann an seinem Leben etwas ändern und Glück in sein Umfeld bringen, egal ob klein oder groß, jung oder alt oder eben mit einer Diagnose oder ohne...
(Zum Abschluss zum Cover: ich mag es sehr und es darf etwas naiv dargestellt sein - schließlich ist es ein Jugendbuch. Vor allem für habtische Menschen wie mich ist es ein Hingucker, da unterschiedliche Strukturen verwendet wurden)
Absolute Leseempfehlung! An Erwachsene ebenso wie an Jugendliche!

Freitag, 19. Dezember 2014

Rezension: die Edelstein-Trilogie

Rubinrot
Saphirblau
Smaragdgrün
von Kerstin Gier


Um Spoiler zu vermeiden, für Menschen, die diese Reihe tatsächlich noch nicht kennen, werde ich nur zum Inhalt des ersten Buches etwas schreiben.

Worum es geht:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Mein Eindruck:
Dieses Buch ist durch einen besonderen Umstand in meine Hände gelangt: es wurde während meiner Hospitation an einer Schule in der Mädchenlernklasse gemeinsam gelesen. Leider waren die Beteiligten schon mittendrin und ich musste mir den Anfang zusammen reimen. So nahm ich mir vor, dieses Buch irgendwann bei Gelegenheit mal selbst zu lesen...
Der erste Band "Rubinrot" hat mich direkt gefesselt. Ich konnte mich sofort in Gwendolyn hineinversetzen, verstrickte mich in ihre Abenteuer. Ich verschlang dieses Buch regelrecht. Einen Wehrmutstropfen gab es dann erst, als ich merkte dieses Buch hört nicht halbwegs geschlossen auf, sondern mitten in der Story.
"Saphirblau" knüpft direkt da an, wo der erste Band endete und konnte mich ebenfalls wieder fesseln. Besonders spannend und gut gelungen finde ich die Begegnung mit dem kleinen Wasserspeier. Etwas zu aufgebauscht jedoch ist in meinen Augen die Liebesgeschichte, aber das ist im Hinblick darauf, dass es sich um einen Jugendroman handelt durchaus ok.
"Smaragdgrün" konnte mich leider nicht mehr so fesseln wie die Vorgänger. Es gibt ein ziemliches Hin-und Her in den Gedanken Gwendolyns, die mich dieses Mal nicht mitgenommen haben, sondern mir alle schon aus den ersten beiden Bänden bekannt vorkamen. Kerstin Gier hat in dem dritten Band ihre Personen nicht mehr so lebendig darstellen können wie in den beiden anderen - das ist sehr schade. Dieser Reihe hätte etwas Kürze gut getan, denn dann hätte ich auch im dritten Band noch das Gefühl gehabt wieder regelrecht in die Welt von Gwendolyn entführt zu werden. Stattdessen wird auf einer kuriosen Geburtstagsparty unversehens doch noch auf das Innenleben der sonst so unsympathischen Charlotte eingegangen.

Insgesamt:
Die Edelstein-Trilogie lässt sich, machen wir uns nichts vor, einfach so weglesen. Die Bücher sind nicht so dick, wie sie auf den ersten Blick wirken. Die Aufmachung ist hübsch und aufwendig, der Inhalt jedoch eher seicht und schnell gelesen. Insgesamt lässt die Reihe meiner Meinung nach an inhaltlicher Qualität nach, wen das nicht stört, der macht mit dieser Unterhaltungslektüre sicher nichts falsch.
(Bedingte) Leseempfehlung!

Freitag, 12. Dezember 2014

Hörbuch-Rezension: Asche und Phönix

Asche und Phönix

von Kai Meyer
gelesen von Sascha Rotermund
Jugend-Roman 
ISBN: 9783551582911
Worum es geht:
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar. Sie ist die „Unsichtbare“, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Hotelsuite, wo sie ihn gerade beklaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen und flieht kurzentschlossen mit ihr vor den Paparazzi...
Mein Eindruck:
Wieder hat Kai Meyer es geschafft, mich zu fesseln. Da dieses Mal keine Fortsetzung geplant ist, war ich auf einen Einzelband sehr gespannt. Kai Meyer gehört schon eine ganze Weile zu meinen Lieblingsautoren, habe ich doch bereits vor einigen Jahren die Merle-Trilogie verschlungen. 
Auch in dem Einzelband "Asche und Phönix" wirken seine Figuren lebendig, nehmen (auch im Audio-Format) den ganzen Raum ein, wirken nicht platt und belanglos. Die menschlichen Figuren und fremdartigen Wesen wirken zu Ende gedacht. Die Details werden im richtigen Maß angebracht. Der Charakter von Ash ist mir sehr sympathisch, ich kann ihre Art und Weise mit Menschen und den Erfahrungen um zu gehen oft nachvollziehen und habe sie gerne durch ihre Erlebnisse zusammen mit Parker begleitet. 
Besonderer Pluspunkt für dieses Buch: es geht um gehypte Menschen, Stars und Sternchen. Dieser Hype wird kritisch betrachtet und seine nervtötende Seite nicht schön geredet. 
Der Sprecher Sascha Rotermund war mir vor diesem Hörerlebnis nicht bekannt. Das ist leider ein Punkt, der mir den Anfang eines Hörbuches oft schwer macht. Ich habe dieses Hörbuch geschenkt bekommen und so war es mir nicht möglich "rein zu hören", ob mir die Stimme zusagt. (Ich bin da sehr wählerisch.) Ergebnis: Sascha Rotermund konnte mich überzeugen, er hat überzeugend und flüssig gelesen. Er verstand es mich mit den Worten Kai Meyers und seiner Stimmefarbe in den Bann zu ziehen.
Hör-Empfehlung!

Montag, 8. Dezember 2014

MONTAGSFRAGE: HABT IHR EURE LESEZIELE FÜR 2014 ERREICHT?

Es ist Montag und die heutige Frage von libromanie lautet: HABT IHR EURE LESEZIELE FÜR 2014 ERREICHT?

Es war mir vorher bewusst: das Jahr 2014 sollte für mich so viele berufliche und private Veränderungen bereit halten, dass ich nicht mehr als 25 Bücher schaffen würde. Dieses Ziel habe ich jedoch erreicht und dabei Autoren und Bücher entdeckt, die mir bisher unbekannt waren. Die Bücher haben mich in die verschiedensten Winkel der Erde und in unterschiedliche Zeiten transportiert - und dafür gesorgt, dass ich mich wieder vermehrt dem Thema Bücher widme, daher jetzt mein eigener blog. 
Wie genau meine Leseziele 2015 aussehen weiß ich noch nicht - werden aber auf jeden Fall höher gesteckt. Die gedruckte Welt hat mich wieder in ihren Bann gezogen.

Freitag, 5. Dezember 2014

Rezension: Bis dein Zorn sich legt

Bis dein Zorn sich legt
von Åsa Larsson
Roman
ISBN 978-3-442-74623-1

Worum es geht:
Martinsson, Staatanwältin im nordschwedischen Kiruna, wird in einen besonders grausamen Mordfall hineingezogen: Beim winterlichen Tauchen in einem See stirbt ein junges Pärchen, weil ein Fremder eine Holztür über das Loch schiebt, das sie ins Eis gehackt hatten, um nach einem versunkenen Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg zu tauchen. Wofür wurden die beiden mit dem Tod bestraft? Bei ihren Nachforschungen entdeckt Rebecka ein gefährliches Netz aus Angst, Schuld und Verrat.

Mein Eindruck:
Dieses Buch hat durch einen spontanen Flohmarkt den Weg zu mir gefunden und mich in die verschneite nordschwedische Welt entführt. Dies war mein erstes Buch von der Autorin - und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir nicht bewusst war, dass das vorliegende Buch Teil einer Reihe ist. Doch schon die ersten Worte haben mich gefesselt und ich habe es unabhängig der anderen Bücher der Reihe lesen "müssen", um sofort alles über den Fall und die Ermittler zu erfahren.
Beim Lesen wurden die Figuren auf den ca. 350 Seiten äußerst lebendig. Die Autorin geht in die Tiefe, erklärt die Gefühle der Staatsanwältin sowie der Menschen um diese Hauptfigur herum, ohne dabei den Fall aus den Augen zu verlieren. Die Figuren mögen auf dem ersten Blick zwar typische Klischees erfüllen, zum Beispiel die Rolle der "einsamen Leitwölfin", die keine vernünftige Beziehung zu Stande bekommt. Doch führen diese Figuren kein typisches "Vorzeige-Leben". Sie haben ihre Macken und haben mir genau dadurch  so zugesagt.
Besonders gut gefallen hat mir, dass dieser Krimi nicht auf die klassische Art und Weise aus nur einer Perspektive oder eben aus der Ermittler- vs. Täterperspektive erzählt wird. Nein, hier taucht das weibliche Opfer als eine Art Geist auf und berichtet die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Meiner Meinung nach ist dieser Teil des Buches besonders gelungen, denn das Opfer verlangt kein Mitleid, es berichtet. Nicht mehr nicht weniger.
Außerdem: mir hat das Buch den Anreiz gegeben, mich mehr mit dem Thema der Beteiligung Skandinaviens am 2. Weltkrieg zu beteiligen. Warum? Das erfahrt ihr wohl beim Lesen des Buches!
Ich werde mir in absehbarer Zeit die anderen Bücher rund um die Staatsanwältin besorgen und vermutlich ebenfalls verschlingen. 
Leseempfehlung!

Montag, 1. Dezember 2014

MONTAGSFRAGE: EURE LIEBSTEN BÜCHER IN DER (VOR)WEIHNACHTSZEIT)

Es ist Montag und zum zweiten Mal werde ich selbst an der Montagsfrage, die beim Buchblog libromanie statt findet, teilnehmen.

Die heutige Montagsfrage lautet: EURE LIEBSTEN BÜCHER IN DER (VOR)WEIHNACHTSZEIT)

Mein Leseverhalten gestaltet sich tatsächlich etwas nach der Jahreszeit. Im Winter fällt es mir schwer, mich auf ein Buch zu konzentrieren, das die Welt mit den Worten Schweißflecken, Klimaanlage und Hitzewelle umschreibt. Das jahreszeitliche Lesen ist bei mir jedoch nicht so ausgeprägt, dass es im Frühling auch ein Buch sein muss, das im Frühling spielt oder im Herbst ein Herbstbuch... Fesselt mich eins sehr, dann lese ich dieses tatsächlich auch mal unabhängig davon, wie warm oder kalt es gerade im realen Leben ist.
Bei der heutigen Montagsfrage geht es um die Weihnachtszeit und tatsächlich - ich habe so meine Favoriten, die mich schon seit einigen Jahren begleiten. Mein allerliebstes Weihnachtsbuch ist jedoch dieses und geleitet mich Jahr für Jahr durch die Weihnachtszeit:

Astrid Lindgren - eine grandiose Autorin, die mir durch ihre Worte viele meiner Lesestunden versüßt hat. "Pelle zieht aus" entführt mich vom ersten bis zum letzten Wort in eine wunderbare kindliche Welt.